Article Content
Gold, Silber und Kupfer steigen bis Ende 2025: Was kommt 2026?

Auf einen Blick
- •Gold, Silber und Kupfer verzeichneten 2025 erhebliche Preissteigerungen.
- •US-Zollpolitiken und KI-Nachfrage stärkten diese Rohstoffe.
- •Gold stieg um 64,37 %, Silber um 147,31 % und Kupfer um 44,51 % im Jahr 2025.
- •Analysten vermuten, dass der Trend 2026 aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Faktoren anhalten könnte.
Der Rohstoffmarkt erlebte 2025 ein erhebliches Wachstum, wobei Gold, Silber und Kupfer den Weg anführten. Diese Metalle erzielten zweistellige Gewinne und übertrafen die Aktienmarktleistung. Da wir in das Jahr 2026 gehen, sind Investoren gespannt, ob dieser Aufwärtstrend anhält.
Marktanalyse
Im Jahr 2025 erlebten Gold, Silber und Kupfer erhebliche Preissteigerungen, angetrieben durch eine Kombination aus Marktdynamik und geopolitischen Faktoren. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump führte Zollpolitiken ein, die diese Rohstoffe zu attraktiven Absicherungen für Investoren machten. Darüber hinaus erhöhte der globale Fokus auf künstliche Intelligenz (KI) und technologische Fortschritte die Nachfrage nach diesen Metallen, was ihren Wert weiter steigerte. Silber verzeichnete insbesondere einen bemerkenswerten Anstieg von 147,31 % und schloss das Jahr bei 71,30 USD pro Unze ab. Die Bedeutung des Metalls in den Bereichen KI, Robotik und Energie trug zu seinem Preisanstieg bei, insbesondere gegen Ende des Jahres. Auch Gold erlebte einen signifikanten Sprung und stieg um 64,37 % auf 4.315,09 USD pro Unze. Dieser Anstieg war der größte seit 1979 und bestätigte Golds Status als "sicherer Hafen" in unsicheren Zeiten. Der Kupferpreis stieg um 44,51 % auf 12.504 USD pro Tonne und gewann an Bedeutung aufgrund seiner wesentlichen Rolle in der Elektroverdrahtung, Stromerzeugung und -übertragung, insbesondere im Kontext des KI-Booms.
Blick auf 2026
Da wir in das Jahr 2026 eintreten, bleibt die Frage, ob diese Metalle ihren Aufwärtstrend fortsetzen werden. Marktanalysten schlagen vor, dass die anhaltende Performance über dem 50-Tage-Durchschnitt dieser Rohstoffe auf eine starke Marktstimmung hinweist. Joy Wiltermuth von MarketWatch hebt hervor, dass dieser Trend mehr Käufer als Verkäufer bedeuten könnte, beeinflusst durch die Schwächung des US-Dollars. Sameer Samana vom Wells Fargo Investment Institute merkt an, dass die anhaltende Dollar-Schwäche und globale wirtschaftliche Unsicherheiten diese Rohstoffe weiterhin unterstützen könnten. Er weist darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit von Gold während Marktrückgängen, wie dem signifikanten Ausverkauf nach Trumps "Befreiungstag"-Ankündigung im April 2025, seine Rolle als kritisches Asset in Zeiten der Instabilität unterstreicht. Der Kupferausblick für 2026 ist besonders interessant, mit potenziellen US-Zöllen auf raffiniertes Kupfer, die drohen. Dies könnte zu Angebotsbedenken und weiteren Preissteigerungen führen. Die Commerzbank merkt an, dass Lagerbestände die Angst vor Materialengpässen verschärfen könnten, was die Preise weiter in die Höhe treibt. Unterdessen könnten die anhaltenden Spannungen zwischen dem US-Präsidenten und der Federal Reserve über deren Unabhängigkeit die Metallpreise beeinflussen, wobei Analysten wie Carsten Menke von Julius Bär vorschlagen, dass der Silbermarkt schärfer auf diese Entwicklungen reagieren könnte.
Fazit
Der Metallmarkt, insbesondere Gold, Silber und Kupfer, ist für ein weiteres ereignisreiches Jahr 2026 gerüstet. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, technologischen Fortschritten und wirtschaftlichen Unsicherheiten bietet einen fruchtbaren Boden für diese Rohstoffe, um möglicherweise ihren Aufwärtstrend beizubehalten. Investoren und Marktbeobachter müssen wachsam bleiben, während sich diese Dynamiken entfalten und sowohl die Rohstoffe selbst als auch die breiteren Finanzmärkte beeinflussen.
