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Goldman Sachs identifiziert Top-AI-Sektor-Auswahlen für 2026

Auf einen Blick
- •AI wird bis 2026 zur strukturellen Grundlage moderner Volkswirtschaften.
- •Goldman Sachs erwartet eine Investition von 500 Milliarden US-Dollar in AI-Infrastruktur.
- •Verschiebung hin zu persönlichen AI-Agenten und einer Agents-as-a-Service-Wirtschaft.
- •Energiezugang wird bis 2026 als entscheidende Einschränkung prognostiziert.
- •Unternehmen wie Bank of America und EPAM Systems als potenzielle Nutznießer identifiziert.
Marktausblick für AI im Jahr 2026
Goldman Sachs hat eine bedeutende Transformation im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) bis 2026 prognostiziert. Nach einem Jahr tiefgreifender technologischer Veränderungen im Jahr 2025 erwartet Marco Argenti, der Chief Information Officer bei Goldman Sachs, dass sich AI über bloße Chatbots hinaus entwickeln wird, um die grundlegende Struktur moderner Wirtschaftssysteme zu werden. Argenti bemerkte: "In meinen 40 Jahren in der Technologiebranche brachte 2025 die bedeutendsten Veränderungen, die ich je erlebt habe, und 2026 verspricht noch größere Transformationen." Die Forschung von Goldman Sachs hebt AI als wichtigen Wachstumstreiber in den Finanzmärkten hervor, wobei über 30 % der Marktkapitalisierung des S&P 500 mit großen Technologieunternehmen verbunden sind. Das Unternehmen erwartet, dass Hyperscaler bis 2026 mehr als 500 Milliarden US-Dollar in AI-Infrastruktur investieren werden, was den wachsenden Einfluss des Sektors unterstreicht.
Wichtige Trends und Branchenveränderungen
Argenti identifiziert mehrere aufkommende Trends, die die AI-Landschaft definieren werden. Es wird erwartet, dass AI-Modelle als Betriebssysteme fungieren, die autonom auf Werkzeuge zugreifen und Aufgaben ausführen, was einen Abkehr von traditioneller Software darstellt. Entwickler sollen sich mehr auf Kontext und Gedächtnis konzentrieren, um personalisierte Ergebnisse zu liefern. Dieser Wandel wird auch zum Aufstieg persönlicher AI-Agenten führen, die in der Lage sind, tägliche Aufgaben wie Reisebuchungen und Terminplanung zu automatisieren. Goldman Sachs prognostiziert das Entstehen einer "Agents-as-a-Service"-Wirtschaft, in der Unternehmen menschliches Fachwissen mit AI-Agenten kombinieren und basierend auf Datennutzung statt auf Zeitaufwand abrechnen. Dieser Ansatz wird Anpassungsfähigkeit von den Arbeitnehmern verlangen, da sich die Jobrollen mit AI-Unterstützung weiterentwickeln. Darüber hinaus sieht die Bank bedeutende Allianzen zwischen Technologieunternehmen, Infrastruktur-Anbietern und Energieversorgern voraus, die möglicherweise duopolistische oder oligopolistische Marktstrukturen bilden. Der Zugang zu Energie wird entscheidend sein, da der Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 um 175 % steigen soll, was bis 2026 eine potenzielle Einschränkung durch Energiemangel darstellt.
Unternehmen, die profitieren könnten
Laut Goldman Sachs wird der AI-Boom im Jahr 2026 Unternehmen zugutekommen, die AI nutzen, um die Produktivität zu steigern, anstatt traditionellen Chipherstellern. Nach einem herausragenden Jahr 2025 mit Unternehmen wie NVIDIA an der Spitze prognostiziert die Bank eine breitere Einführung von AI-Technologien in verschiedenen Branchen, was möglicherweise Verschiebungen innerhalb großer US-Technologieaktien verursachen könnte. Goldman Sachs untersuchte Unternehmen im Russell 1000 Index und konzentrierte sich auf diejenigen, die in ihren Berichten AI zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung betonen. Zu den potenziellen Nutznießern gehören Bank of America, Evercore, H&R Block, Affirm Holdings, Labcorp Holdings, Willis Towers Watson, EPAM Systems, Booz Allen Hamilton, Zillow Group und Pegasystems. Diese Unternehmen haben hohe Automatisierungsgrade, was möglicherweise zu erheblichen Kostensenkungen und Margenverbesserungen im Laufe der Zeit führen könnte.
Im Fokus: Affirm und EPAM Systems
EPAM Systems, ein globaler Anbieter von Software-Engineering-Dienstleistungen, zeichnet sich durch seinen strategischen Fokus auf AI-native Technologien aus. Das Unternehmen hat seine Umsatz- und Gewinnprognosen angehoben und betont seine Transformation durch AI-Investitionen, die sich positiv auf die Aktienperformance ausgewirkt haben. Analysten behalten im Allgemeinen eine positive Sicht auf EPAM bei, mit einer moderaten Kaufempfehlung und einem prognostizierten Kursziel, das 8,97 % über dem aktuellen Niveau liegt. Affirm, ein US-amerikanischer Zahlungsdienstleister, hat ebenfalls AI, insbesondere im Vertrieb und im Verbraucherservice, angenommen. Seine AdaptAI-Plattform, die Mitte 2025 eingeführt wurde, bietet Händlern personalisierte Zahlungsoptionen, die Konversionsraten und Kundenbindung verbessern. Trotz jüngster Drucke durch potenzielle regulatorische Zinsobergrenzen hat die Aktie von Affirm im Laufe des Jahres starke Gewinne gezeigt, wobei Analysten optimistisch über die Zukunft bleiben. Traditionelle Dienstleister und Finanzinstitute wie Labcorp, H&R Block und Bank of America werden ebenfalls erwartet, von Effizienzgewinnen durch Automatisierung zu profitieren, was ihre Rentabilität potenziell steigern könnte. Insgesamt zeigt die Analyse von Goldman Sachs, dass Unternehmen, die das Potenzial von AI effektiv nutzen, gut positioniert sein werden, um im Jahr 2026 und darüber hinaus zu wachsen, da AI integraler Bestandteil der Geschäftsabläufe wird.
