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Ist Bitcoin unterbewertet? Die Wall Street rüstet sich für eine Rallye

Auf einen Blick
- •Institutionelle Investoren halten Bitcoin auf dem aktuellen Niveau für unterbewertet.
- •Bitcoin handelt deutlich unter seinem Allzeithoch nach einem Absturz im Oktober.
- •Traditionelle sichere Häfen wie Gold und Silber gewinnen an Wert.
- •Makroökonomische Faktoren verursachen Skepsis bei Kleinanlegern.
Bitcoin hat in letzter Zeit zu kämpfen, während Gold glänzt, doch institutionelle Investoren bleiben unbeeindruckt. Trotz des Handels von Bitcoin rund 30 % unter seinem Allzeithoch nach dem Absturz im Oktober sehen die großen Investoren keinen Misserfolg, sondern eine Chance. Der vorherrschende Glaube unter Fachleuten: Der Markt bewertet dieses digitale Asset erheblich unter. Laut dem Bericht "Charting Crypto Q1 2026" der US-Börse Coinbase besteht ein bemerkenswerter Konsens unter den Marktschwergewichten. Etwa 71 % der befragten institutionellen Investoren halten Bitcoin bei seinem aktuellen Preis zwischen 85.000 und 95.000 US-Dollar für unterbewertet. Im krassen Gegensatz dazu sehen nur 4 % der Fachleute den aktuellen Preis als überhöht an. Die Kluft zwischen Erwartung und Realität ist offensichtlich. Bitcoin bewegt sich derzeit um 87.600 US-Dollar, weit entfernt von den 126.080 US-Dollar, die Anfang Oktober zu sehen waren. Der Grund für diesen Rückgang war ein massiver Ausverkauf am 10. Oktober, der gehebelte Positionen im Wert von über 19 Milliarden US-Dollar auslöschte und den Markt verunsicherte.
Sichere Häfen steigen, Krypto am Rande
Während Bitcoin schwankt, erleben traditionelle Alternativen ein Comeback. Gold überschritt kürzlich die 5.000-Dollar-Marke und erreichte ein Rekordhoch, und Silber hat seinen Marktwert seit Oktober verdoppelt. Selbst der S&P 500 erzielte in diesem Zeitraum einen bescheidenen Zuwachs von drei Prozent. Die Skepsis der Kleinanleger ist hauptsächlich auf makroökonomische Gegenwinde zurückzuführen. Erneute Zollandrohungen der Trump-Administration und eskalierende Spannungen im Nahen Osten dämpfen die Stimmung. Coinbase warnt, dass Störungen in den Energiemärkten die Risikobereitschaft weiter verringern könnten.
Akkumulationsphase
Fachleute bleiben jedoch unbeeindruckt. Die Umfrage zeigt eine unerschütterliche Verpflichtung: 80 % der institutionellen Investoren sagten, sie würden entweder ihre Positionen halten oder erhöhen, wenn die Preise um weitere 10 % fallen. Die Strategie ist klar: den Rückgang kaufen. Über die Hälfte der befragten Experten (54 %) kategorisieren den aktuellen Zyklus entweder als Akkumulationsphase oder als Bärenmarkt, beide Szenarien, die langfristige Käufer begünstigen. Portfoliomanager bleiben daher unbeeindruckt von aktuellen Marktlärm. Trotz geopolitischer Herausforderungen bleiben die Fundamentaldaten stark. Die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal um über 5 %, bei einer moderaten Inflation von 2,7 %. Coinbase erwartet auch, dass zwei Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2026 den notwendigen Schub für risikoreichere Vermögenswerte wie Bitcoin liefern könnten. Für diejenigen, die langfristig auf Bitcoin setzen, sollte das aktuelle Preisniveau nicht entmutigend sein. Neulinge könnten jedoch auf ein technisches Kaufsignal warten, wie einen nachhaltigen Ausbruch über die Widerstandszone von 94.000 US-Dollar. Haftungsausschluss: Der Vorstand und Mehrheitsinhaber des Verlags Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, hält direkte und indirekte Positionen in den in der Veröffentlichung genannten Finanzinstrumenten oder verwandten Derivaten, die von einer Preisentwicklung profitieren könnten, die sich aus der Veröffentlichung ergibt: Bitcoin.
