Article Content
Kryptowährungen brauchen Sicherheit: UBS fordert globale Regulierung von Bitcoin und Ethereum

Auf einen Blick
- •UBS setzt sich für globale Krypto-Regulierung ein.
- •Ein einheitlicher Rechtsrahmen ist für Stabilität unerlässlich.
- •Banken spielen eine Schlüsselrolle in der Web3-Ära.
- •Dubai ist mit VARA führend in der Kryptoregulierung.
- •Große Banken entwickeln Stablecoins zur Reduzierung der Volatilität.
Einheitliche Krypto-Regulierung?
Auf dem Annual Investment Summit 2025 in Dubai betonte die Direktorin für Group Risk Control der UBS, Stela Willemstein, die dringende Notwendigkeit einer globalen Regulierung von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum. Sie unterstrich, dass ein einheitlicher Rechtsrahmen nicht nur Stabilität und Sicherheit erhöhen würde, sondern auch sicherstellen würde, dass Banken in der aufkommenden Web3-Ära zentrale Akteure bleiben. Willemstein hob hervor, dass der rasche Fortschritt von dezentraler Finanzierung (DeFi), Blockchain und Web3-Technologien harmonisierte regulatorische Bedingungen erfordert, um langfristige Stabilität zu fördern. Ohne diese könnte der sich schnell entwickelnde Kryptomarkt erheblichen Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt sein. Dubai hat sich mit der Gründung der Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) im Jahr 2023 als Vorreiter in der Kryptoregulierung positioniert. Trotz dieses Fortschritts wies Willemstein darauf hin, dass die globale Regulierung fragmentiert bleibt. Laut dem Schweizer Fintech Avaloq beschäftigen sich 39 % der Menschen in den Golfstaaten mit Kryptowährungen, was über dem globalen Durchschnitt von 30 % liegt, doch ein kohärenter regulatorischer Rahmen fehlt noch. Willemstein betonte weiter, dass Sicherheit und Stabilität die Grundlage der neuen Finanzära bilden müssen. Sie glaubt, dass Banken weiterhin eine entscheidende Rolle spielen werden, wenn sie die hohen Standards der traditionellen Finanzwelt einhalten, insbesondere bei den Bemühungen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML). "Die gleichen Standards, die in der traditionellen Finanzwelt gelten, müssen von allen Akteuren im Krypto-Ökosystem respektiert werden", erklärte sie.
Marktanalyse
Der Gipfel hob auch das transformative Potenzial digitaler Vermögenswerte hervor. Willemstein bemerkte, dass die Demokratisierung des Finanzzugangs die Finanzkompetenz erheblich steigern könnte. Banken wie die UBS arbeiten aktiv daran, die Infrastruktur für digitale Währungen und tokenisierte Vermögenswerte zu entwickeln, um die grenzüberschreitende Kommunikation zwischen Banken, Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern zu verbessern. Ein Bericht von Reuters im Oktober 2025 enthüllte, dass große Banken, darunter UBS, Deutsche Bank und Goldman Sachs, Stablecoins entwickeln, die an stabile Währungen wie den US-Dollar und den Euro gekoppelt sind. Diese Stablecoins sollen die Volatilität verringern, die oft mit Kryptowährungen wie Bitcoin verbunden ist.
Innovation und Risiko
Während sie die Chancen anerkennt, warnte Willemstein auch vor Cyberrisiken und der Notwendigkeit eines verbesserten öffentlichen Bewusstseins für digitales Banking und Informationssicherheit. Sie sieht eine zukünftige Bankenlandschaft bis 2030, die von künstlicher Intelligenz, virtueller Realität und hyper-personalisierten Dienstleistungen geprägt ist. "Der Einsatz von Technologien wie KI zur Schaffung hyper-personalisierter Dienstleistungen wird das Kundenerlebnis vollständig transformieren", sagte Willemstein und stellte sich eine Zukunft vor, in der sogar virtuelle Realitätssitzungen zwischen Kunden und Beratern zur Normalität werden könnten. Abschließend sieht sich die UBS als Brücke zwischen Innovation und Regulierung und strebt danach, eine inklusive, transparente und technologisch fortschrittliche Finanzwelt aufzubauen, die die Kernwerte Vertrauen, Compliance und Sicherheit wahrt.
