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US-Projekt Vault zielt auf Chinas Monopol bei Seltenen Erden ab

Auf einen Blick
- •Projekt Vault zielt darauf ab, den Zugang der USA zu kritischen Mineralien zu sichern.
- •Die Initiative wird durch erhebliche öffentliche und private Investitionen unterstützt.
- •China kontrolliert die Mehrheit des Abbaus und der Verarbeitung von Seltenen Erden.
- •Die EU arbeitet mit den USA zusammen, um ihre Lieferketten zu diversifizieren.
Angesichts wachsender globaler Bedenken über Abhängigkeiten in der Lieferkette haben die Vereinigten Staaten das Projekt Vault ins Leben gerufen, eine strategische Initiative, die darauf abzielt, Chinas Dominanz auf dem Markt für Seltene Erden entgegenzuwirken. Diese Mineralien sind entscheidend für die Entwicklung fortschrittlicher Technologien, einschließlich Elektrofahrzeugen, erneuerbarer Energiesysteme und militärischer Anwendungen.
Projekt Vault: Ein strategischer Schritt
US-Präsident Donald Trump kündigte das Projekt Vault als umfassenden Plan zur Sicherung kritischer Mineralien durch einen strategischen US-Vorrat an. Die Initiative soll die inländischen Verarbeitungskapazitäten erweitern und langfristige Lieferverträge mit Herstellern abschließen. Unterstützt durch einen Kredit von 10 Milliarden US-Dollar von der US Export-Import Bank (EXIM) und zusätzliche 2 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen, zielt das Projekt darauf ab, eine robuste öffentlich-private Partnerschaft zu schaffen. Große Unternehmen wie General Motors, Boeing und Google haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, während Rohstoffhandelsunternehmen den Erwerb von Rohstoffen verwalten sollen. Diese Initiative strebt an, einen 60-Tage-Vorrat an Mineralien für Notfälle zu halten, um US-Hersteller vor potenziellen Lieferunterbrechungen zu schützen.
Globale Reaktionen und Kooperationen
In einer parallelen Entwicklung hat die Europäische Union Pläne skizziert, eine Allianz für Seltene Erden mit den USA zu bilden, um ihre eigene Lieferkettenresilienz zu verbessern. Die EU ist stark von chinesischen Verarbeitern für wesentliche Komponenten abhängig, die in Windturbinen und Elektrofahrzeugen verwendet werden, was eine Diversifizierung entscheidend macht. Bemühungen zur Ausweitung der Produktion von Seltenen Erden sind in Regionen wie Grönland im Gange, das bedeutende ungenutzte Vorkommen aufweist. Darüber hinaus erhöhen mehrere europäische Unternehmen ihre Produktion von Permanentmagneten, um Alternativen zu chinesischen Lieferungen bereitzustellen.
Chinas Einfluss konfrontieren
China kontrolliert derzeit etwa 70 % des weltweiten Abbaus von Seltenen Erden und 90 % der Verarbeitung, was ihm erheblichen Einfluss auf die internationalen Märkte verleiht. Diese Dominanz wurde als geopolitisches Werkzeug genutzt, insbesondere während vergangener Handelskonflikte mit den USA. Durch die Einführung des Projekts Vault zielen die USA darauf ab, diese Risiken zu mindern und zukünftige Lieferkettenunterbrechungen zu verhindern. Vizepräsident JD Vance hat aktiv mit Vertretern von mineralproduzierenden Ländern gesprochen, um einen Handelsblock für Seltene Erden zu bilden. Diese Koalition strebt an, die Preise zu stabilisieren und eine stetige Versorgung für kritische Industrien sicherzustellen, wodurch die Abhängigkeit von chinesischen Exporten reduziert wird.
Zukünftige Aussichten
Obwohl das Projekt Vault und internationale Kooperationen bedeutende Schritte in Richtung Unabhängigkeit der Lieferkette darstellen, warnen Experten, dass eine glaubwürdige Herausforderung der chinesischen Dominanz über mehrere Jahre hinweg anhaltende Investitionen erfordern wird. Diese Bemühungen könnten jedoch zu einem vielfältigeren und sichereren globalen Mineralienmarkt führen, der Volkswirtschaften weltweit zugutekommt, indem er die Anfälligkeit für geopolitische Druckmittel reduziert. Das Projekt Vault stellt einen proaktiven Ansatz für ein langjähriges Problem dar und signalisiert einen Wandel in der Art und Weise, wie Nationen sich auf die Sicherung ihrer technologischen Zukunft vorbereiten.
