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Amazon Cloud-Chef lehnt weltraumbasierte Rechenzentren ab

Auf einen Blick
- •Weltraumbasierte Rechenzentren von Amazon als wirtschaftlich untragbar angesehen.
- •Hohe Kosten und begrenzte Raketenverfügbarkeit sind bedeutende Hürden.
- •Technologieunternehmen wie Blue Origin und SpaceX erkunden weltraumbasierte Rechenzentren.
- •Alphabets "Project Suncatcher" zielt darauf ab, ein orbitales Rechenzentrum zu schaffen.
Der Leiter der Cloud-Division von Amazon, Matt Garman, hat die Idee, Rechenzentren im Weltraum zu bauen, als wirtschaftlich untragbar abgelehnt. Auf dem "Cisco AI Summit" in San Francisco sprach Garman über die logistischen Herausforderungen beim Transport von Servern und anderer Ausrüstung in den Orbit. "Wir haben nicht genug Raketen, um eine Million Satelliten zu starten, daher sind wir noch weit von dieser Möglichkeit entfernt", erklärte er. Die mit dem Versand von Nutzlasten in den Weltraum verbundenen Kosten sind derzeit prohibitiv, fügte er hinzu, was das Vorhaben wirtschaftlich unpraktisch macht.
Das schnelle Wachstum der künstlichen Intelligenz (KI) erfordert enorme Mengen an Rechenleistung und Kühlung, was die Grenzen landgestützter Rechenzentren ausreizt. Trotz dieser Einschränkungen erkunden mehrere Start-ups und Unternehmen, darunter Blue Origin, gegründet von Amazons Jeff Bezos, Konzepte für weltraumbasierte Rechenzentren. Die Fusion von Elon Musks SpaceX mit xAI zielt ebenfalls darauf ab, weltraumbasierte Rechenzentren zu ermöglichen. Im November kündigte Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, "Project Suncatcher" an, das die Entwicklung eines orbitalen Rechenzentrums zum Ziel hat. Für Amazon bleibt die Idee jedoch geerdet, da sie sich auf unmittelbarere, terrestrische Lösungen konzentrieren. Während die Vision von weltraumbasierten Rechenzentren faszinierend ist, bedeuten die technologischen und wirtschaftlichen Hürden, dass es vorerst ein fernes Ziel bleibt, selbst wenn Technologieriesen weiterhin die Grenzen der Innovation ausloten.
