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Bundesregierung sieht Tennet-Investition als wirtschaftlich tragfähig an

Auf einen Blick
- •Die Bundesregierung erwirbt einen Anteil von 25,1 % an Tennet.
- •Der Erwerb wird zwischen 3,3 und 3,4 Milliarden Euro bewertet.
- •Es wird erwartet, dass die Investition Renditen über den regulatorischen Eigenkapitalrenditesätzen bringt.
- •Die Transaktion wird durch die KfW erleichtert, wobei der Bundeshaushalt einige Kosten deckt.
Die deutsche Bundesregierung hat bekannt gegeben, dass ihre Investition in Tennet, den größten Stromübertragungsnetzbetreiber des Landes, sowohl wirtschaftlich als auch marktgerecht ist. Der Erwerb, der zwischen 3,3 und 3,4 Milliarden Euro bewertet wird, wurde durch zwei Fairness-Opinions bewertet und durch ein wirtschaftliches Gutachten bestätigt. Der Erwerb der Bundesregierung umfasst einen Anteil von 25,1 % an Tennet, in Übereinstimmung mit der Bewertung, die von drei privaten Investoren, die im September beigetreten sind, vereinbart wurde. Abhängig vom Abschlussdatum der Transaktion kann sich der Kaufpreis aufgrund von Zinsaufschlägen erhöhen, wobei das Eigenkapital von Tennet zum 31. Dezember mit 10,4 Milliarden Euro bewertet wird, was zu einem Gesamtunternehmenswert von 40 Milliarden Euro beiträgt.
Wirtschaftliche Begründung und potenzielle Renditen
Laut dem Wirtschaftsministerium wird erwartet, dass die Investition Renditen über dem regulatorischen Eigenkapitalrenditesatz bringt. Die Regierung betrachtet diesen Anteilserwerb als wirtschaftlich solide Transaktion und erwartet zukünftige Dividendenausschüttungen und potenzielle Gewinne aus einem teilweisen oder vollständigen Verkauf, die den ursprünglichen Kaufpreis übersteigen könnten. Die Transaktion wird durch die staatliche Förderbank KfW erleichtert, die Kapital für Tennet bereitgestellt hat. Die KfW wird diese Investition über die Kapitalmärkte finanzieren, wobei der Bundeshaushalt die Verwaltungs- und Refinanzierungskosten deckt, die in den kommenden Jahren auf eine niedrige dreistellige Millionensumme geschätzt werden.
Strategische Bedeutung
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, dass diese Investition das erhebliche Kapital sichert, das erforderlich ist, um die Widerstandsfähigkeit der Energieinfrastruktur in den kommenden Jahren zu gewährleisten. Der CEO der KfW, Stefan Wintels, lobte die Investition als Meilenstein zur Verbesserung der Infrastruktur- und Wirtschaftsresilienz Deutschlands und Europas. Diese bedeutende Transaktion unterstreicht die Attraktivität Deutschlands als Standort für Unternehmen und Investitionen.
