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Die Mutter aller Geschäfte? Wer profitiert vom EU-Indien-Abkommen

Auf einen Blick
- •EU und Indien unterzeichnen ein historisches Freihandelsabkommen.
- •Das Abkommen zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Beziehungen angesichts der Spannungen mit den USA zu diversifizieren.
- •Es werden erhebliche Zollsenkungen erwartet.
- •Das Abkommen ist ein strategischer Schritt zur wirtschaftlichen Expansion.
- •Einblicke von der deutschen Ministerin Katherina Reiche zur Handelsdynamik.
Die Europäische Union hat ein wegweisendes Freihandelsabkommen mit Indien erreicht, ein Abkommen, das am Dienstag in Neu-Delhi angekündigt wurde. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz bezeichneten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der indische Premierminister Narendra Modi und EU-Ratspräsident António Costa es als "die Mutter aller Geschäfte". Dieses Abkommen wird von beiden Parteien als strategischer Schritt angesehen, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen angesichts angespannter Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu diversifizieren. Es bleiben jedoch Fragen über die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die EU und ob die offiziellen Aussagen mehr politisches PR sind als Realität.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Erwartungen
Es wird erwartet, dass das Handelsabkommen die Zölle erheblich senken wird, was den Handel zwischen den beiden Regionen ankurbeln könnte. Mathias Peer, Korrespondent des Handelsblatts für Südostasien und Indien, diskutiert die Details und Nutznießer des Abkommens mit der "Heute"-Korrespondentin Beatrice von Braunschweig. Die strategische Natur dieses Abkommens ermöglicht es sowohl der EU als auch Indien, ihre wirtschaftliche Reichweite zu erweitern und die Abhängigkeit von traditionellen Wirtschaftspartnern zu verringern. Das Wachstumspotential ist erheblich, aber es bleibt abzuwarten, wie schnell sich diese Vorteile materialisieren werden.
Einblicke von Branchenführern
Der Podcast enthält auch ein Interview mit der deutschen Bundesministerin für Wirtschaft, Katherina Reiche, das auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel in Berlin aufgenommen wurde. Der stellvertretende Chefredakteur Martin Knobbe spricht mit Reiche über ihre Lehren aus Davos, Deutschlands Attraktivität für internationale Investoren und die aktuelle Debatte über Teilzeitarbeit. Für mehr über Reiches Energiepolitik können die Zuhörer Handelsblatt Green & Energy einschalten. Das EU-Indien-Handelsabkommen markiert eine bedeutende Entwicklung in den internationalen Handelsbeziehungen mit potenziellen langfristigen Vorteilen für beide Regionen. Während sich die Details entfalten, werden die Interessengruppen genau beobachten, wie dieses Abkommen die globalen wirtschaftlichen Dynamiken beeinflusst.
