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Trumps Ressourcenstrategie erschüttert die Seltene-Erden-Märkte

Auf einen Blick
- •Die USA starten 'Projekt Vault', um kritische Mineralien zu sichern.
- •Das Projekt umfasst eine strategische Reserve von 12 Milliarden Dollar.
- •Ziel ist es, die Abhängigkeit von China für wesentliche Mineralien zu verringern.
- •Aktien von Seltene-Erden-Unternehmen stiegen zunächst stark an.
- •Große Unternehmen und Händler sind an der Initiative beteiligt.
Die Vereinigten Staaten haben ihre bisher größte Ressourcenkampagne gestartet, die als "Projekt Vault" bezeichnet wird und darauf abzielt, kritische Mineralien zu sichern, die für verschiedene Industrien von entscheidender Bedeutung sind. Diese Initiative stellt einen bedeutenden Schritt der US-Regierung dar, um die Abhängigkeit von China zu verringern, das derzeit die weltweite Produktion und Verarbeitung dieser wesentlichen Elemente dominiert. Das Projekt umfasst die Einrichtung einer strategischen Reserve in Höhe von 12 Milliarden Dollar, um eine stetige Versorgung mit kritischen Mineralien für amerikanische Hersteller sicherzustellen. Der Plan sieht vor, 1,67 Milliarden Dollar an privatem Kapital mit einem 10-Milliarden-Dollar-Darlehen der US-Export-Import-Bank zu kombinieren, um Metalle wie Gallium, Kobalt und Lanthan zu beschaffen und zu lagern. Diese Mineralien sind entscheidend für High-Tech-Produkte wie iPhones, Halbleiter, Batterien für Elektrofahrzeuge und Düsentriebwerke.
Marktanalyse
Nach der Ankündigung stiegen die Aktien mehrerer Seltene-Erden- und kritischer Mineralienunternehmen stark an. Bemerkenswerte Zuwächse waren bei USA Rare Earth, Critical Metals, United States Antimony, NioCorp und MP Materials zu verzeichnen. Allerdings verlor die anfängliche Rallye an Schwung, und einige Aktien schlossen den Tag nach den Vorbörsengewinnen niedriger. Am Dienstag wurden diese Aktien im vorbörslichen Handel erneut im Aufstieg beobachtet. Projekt Vault soll ähnlich wie die strategische Ölreserve funktionieren, konzentriert sich jedoch auf Mineralien. Unternehmen werden sich verpflichten, bestimmte Ressourcen zu festgelegten Lagerpreisen zu kaufen und im Voraus Gebühren zu zahlen. Projekt Vault wird dann die Ressourcen erwerben, lagern und bei Bedarf Zinsen und Lagergebühren erheben. Im Falle von Notfällen, wie Exportbeschränkungen aus China, können Unternehmen auf ihre gesamten Bestände zugreifen. Prominente Unternehmen wie General Motors, Stellantis, Boeing, Corning, GE Vernova und Google sind bereits beteiligt. Währenddessen wird die Handelslogistik von Hartree Partners, Traxys North America und Mercuria Energy verwaltet. Der Vorstand der Ex-Im-Bank hat das Darlehen genehmigt, das alle bisher von der Agentur gewährten Beträge übersteigt.
Strategische Implikationen
Projekt Vault ist ein wesentlicher Bestandteil der umfassenderen Strategie der Trump-Administration zur "Entkopplung" von Lieferketten. Frühere Initiativen umfassten direkte Investitionen in US-Mineralunternehmen und neue Partnerschaften mit Ländern wie Australien, Japan und Malaysia. Verstärkt durch Chinas Exportkontrollen, die mehrere US-Hersteller im letzten Jahr zur Produktionskürzung zwangen, zielt dieses Projekt darauf ab, die Dynamik des globalen Rohstoffmarktes zu verändern. Es bleibt unklar, welche institutionellen Investoren die 1,67 Milliarden Dollar bereitstellen werden und welche genauen Lager- und Maklergebühren anfallen. Die Einrichtung einer zivilen Mineralienreserve könnte jedoch das Machtgleichgewicht auf dem globalen Rohstoffmarkt erheblich verändern. Dieser bahnbrechende Schritt unterstreicht die wachsende Bedeutung der Sicherung kritischer Ressourcen angesichts geopolitischer Spannungen und technologischer Fortschritte.
