Article Content
TKMS-Aktie steigt: Auftragsbücher voll und Umsatzprognosen erhöht

Auf einen Blick
- •TKMS hat einen Rekord-Auftragsbestand von 22 Milliarden Euro.
- •Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für 2026 auf einen Anstieg von 2-5 % erhöht.
- •Die Nachfrage nach Kriegsschiffen wird durch geopolitische Spannungen getrieben.
- •Die TKMS-Aktien sind in diesem Jahr um 36 % gestiegen.
- •Das Unternehmen zielt darauf ab, seine Marktreichweite mit erfolgreichen Angeboten in Indien und Kanada zu erweitern.
Marktanalyse
TKMS, der deutsche U-Boot-Hersteller, hat einen Rekord-Auftragsbestand von 22 Milliarden Euro bekannt gegeben, was eine Aufwärtskorrektur seiner Umsatzprognose für 2026 zur Folge hat. Trotz jüngster Stagnation im Verkauf und eines Gewinnrückgangs ist das Unternehmen optimistisch hinsichtlich seiner zukünftigen Aussichten. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatzanstieg von 2 % bis 5 %, verglichen mit der vorherigen Prognose von bis zu 2 %. Dies ist hauptsächlich auf die erhöhte Nachfrage nach Kriegsschiffen zurückzuführen, die durch geopolitische Spannungen, insbesondere den anhaltenden Konflikt in der Ukraine und militärische Aufrüstungen in ganz Europa, ausgelöst wird. Seit Jahresbeginn sind die TKMS-Aktien um 36 % gestiegen. Mit einer Marktkapitalisierung von 5,8 Milliarden Euro nähert sich das Unternehmen seinem ehemaligen Mutterkonzern Thyssenkrupp, der mit 7,1 Milliarden Euro bewertet wird. Allerdings fielen die Aktien zu Beginn des Handels am Mittwoch um 2 %.
Geschäftsentwicklungen
Die Fähigkeit des Unternehmens, auf große globale Ausschreibungen für U-Boote und Marinefahrzeuge zu reagieren, hat sich seit seiner Abspaltung im letzten Jahr verbessert. Erfolgreiche Angebote wurden in Ländern wie Indien und Kanada platziert. CEO Oliver Burkhard erklärte: "Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen bleibt die Nachfrage unserer Kunden nach fortschrittlichen maritimen Fähigkeiten hoch." TKMS positioniert sich als der einzige voll integrierte maritime Systemanbieter in Europa, der gut gerüstet ist, um den Bedürfnissen der Branche gerecht zu werden. Im ersten Geschäftsquartal, das im Dezember endete, meldete TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro, ein Rückgang von 1 % im Vergleich zum Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn blieb stabil bei 26 Millionen Euro, wobei sich die operative Marge leicht von 4,7 % auf 4,8 % verbesserte. Der Nettogewinn fiel jedoch um 85 % auf nur 4 Millionen Euro aufgrund höherer Steuern und schwächerer Finanzergebnisse. Der Auftragseingang brach im ersten Quartal um 83 % auf 904 Millionen Euro ein, hauptsächlich aufgrund eines außergewöhnlich hohen Auftragsvolumens im Vorjahresquartal. Trotz dessen sollte der aktuelle Auftragsbestand von rund 18,7 Milliarden Euro das Unternehmen bis weit in die 2040er Jahre beschäftigen. TKMS navigiert weiterhin mit strategischer Agilität durch die Komplexitäten des Verteidigungssektors, gestützt durch eine robuste Auftragslage und einen klaren Fokus auf die Erweiterung seiner Marktreichweite.
