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Auf einen Blick
- •Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und die Niederlande bilden eine kompakte Eurogruppe.
- •Die Initiative zielt darauf ab, die Spar- und Investitionsunion voranzutreiben.
- •Regelmäßige Treffen sind geplant, das nächste im März.
- •Die EU-Kommissionspräsidentin setzte Fristen für wichtige Gesetzgebungspakete.
- •Verstärkte Zusammenarbeit könnte genutzt werden, wenn nicht alle EU-Staaten zustimmen.
In einer bedeutenden Entwicklung innerhalb der Europäischen Union bilden sechs große EU-Länder eine kompakte Gruppe, um die Spar- und Investitionsunion voranzutreiben. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und die Niederlande haben sich verpflichtet, bei wichtigen Finanzdossiers Fortschritte zu erzielen, falls unter allen EU-Mitgliedern nicht schnell Konsens erreicht wird. Die Finanzminister dieser Nationen trafen sich am Rande eines routinemäßigen Eurogruppentreffens und signalisierten die Bereitschaft, diese Initiative zu führen. Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil betonte ihre Absicht, die Führung in diesem Unterfangen zu übernehmen, und stellte klar, dass es nicht darum geht, parallele Strukturen zu schaffen, sondern ein entscheidendes Tempo vorzugeben.
Die Gruppe plant regelmäßige Treffen, wobei die nächste Sitzung für Anfang März geplant ist. Laut dem deutschen Finanzministerium ist das Ziel, dem gemeinsamen europäischen Anliegen Schwung zu verleihen. Diese Initiative folgt einer kürzlichen Direktive von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die bei einem Sondergipfel in Alden Biesen, Belgien, Fristen für EU-Gesetzgeber setzte. Die überarbeitete Verbriefungsverordnung und das Gesetzgebungspaket zur Marktintegration sollen bis Juni abgeschlossen sein, während der gesetzliche Rahmen für ein 28. Regime bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll. Sollten diese Fristen nicht eingehalten werden, schlug von der Leyen vor, dass einige nationale Regierungen unter dem Mechanismus der "verstärkten Zusammenarbeit" eigenständig vorgehen sollten, ohne länger auf eine einstimmige Zustimmung aller Mitgliedstaaten zu warten.

