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SpaceX-Börsengang naht: Könnte Elon Musk der erste Trillionär werden?

Donnerstag, 4. Juni 2026
3 Min. Lesezeit
SpaceX-Börsengang naht: Könnte Elon Musk der erste Trillionär werden?

Auf einen Blick

  • SpaceX beabsichtigt, seinen Börsengang mit 135 US-Dollar pro Aktie zu bepreisen, mit einer Bewertung nahe 1,77 Billionen US-Dollar.
  • Musks Anteil an SpaceX wäre etwa 866,5 Milliarden US-Dollar wert und rückt ihn in Verbindung mit Tesla und Optionen näher an ein Nettovermögen von einer Billion Dollar.
  • Eine spezielle Aktienstruktur würde nach dem Börsengang mehr als 80 % der Stimmrechte von SpaceX bei Musk halten.
  • Das Angebot zielt darauf ab, rund 75 Milliarden US-Dollar aufzubringen und übertrifft damit die Rekorderlöse von Saudi Aramco aus dem Börsengang.
  • SpaceX bleibt verlustreich (letztes Jahr: 18,67 Mrd. US-Dollar Umsatz, 4,94 Mrd. US-Dollar Verlust), größtenteils aufgrund der Starship-Entwicklung, was die Aktie zu einer zukunftsorientierten, hochriskanten Anlage macht.

SpaceX-Börsengang und was er für Musk bedeutet

Elon Musk steht kurz vor einem weiteren historischen Meilenstein. Laut einem aktualisierten IPO-Prospekt plant SpaceX, Aktien zu einem Angebotspreis von jeweils 135 US-Dollar zu notieren, was das Unternehmen bei Debüt auf rund 1,77 Billionen US-Dollar bewerten würde. Das öffentliche Angebot ist für den 12. Juni geplant und wäre eines der größten in der Geschichte.

Auf dem Papier wäre Musks Anteil an SpaceX etwa 866,5 Milliarden US-Dollar wert. Fügt man seine geschätzte Tesla-Beteiligung, die derzeit mit rund 355 Milliarden US-Dollar bewertet wird, sowie Aktienoptionen mit einem potenziellen Wert von über 100 Milliarden US-Dollar hinzu, rückt Musk gefährlich nahe an die Billionen-Dollar-Marke. Forbes schätzt sein Vermögen heute auf rund 826 Milliarden US-Dollar, aber der SpaceX-Börsengang könnte diese Zahl erheblich nach oben treiben.

Die Kontrolle über das Unternehmen würde auch nach dem Börsengang fest bei Musk bleiben. Eine spezielle Aktienstruktur ist darauf ausgelegt, seine Stimmrechte zu bewahren: Der Prospekt gibt an, dass er mehr als 80 % der Stimmrechte behalten würde. Es gibt eine einjährige Sperrfrist für den Verkauf seiner Aktien, nach deren Ablauf er seinen Anteil reduzieren oder große Blöcke verkaufen könnte, falls er sich dazu entscheiden sollte.

Größe, Risiken und der Investitionsfall

SpaceX zielt darauf ab, durch den Verkauf etwa 75 Milliarden US-Dollar einzunehmen eine Summe, die das bisherige Rekordangebot von Saudi Aramco, das bei seiner Notierung rund 29 Milliarden US-Dollar einbrachte, in den Schatten stellen würde. Das Ausmaß des Deals unterstreicht sowohl die Anlegernachfrage nach raumfahrtbezogenen Geschäften als auch die außergewöhnlichen Erwartungen an Musks Vision.

Diese Vision reicht weit über die heutigen Einnahmequellen hinaus. SpaceX erzielt Einnahmen aus Raketenstarts, Satellitenstarts und Verträgen mit der NASA sowie Einnahmen aus seinem Starlink-Satelliten-Internetdienst, aber das Unternehmen schreibt weiterhin Verluste. Letztes Jahr wies SpaceX Einnahmen von 18,67 Milliarden US-Dollar und einen Verlust von rund 4,94 Milliarden US-Dollar aus, der größtenteils durch hohe Entwicklungskosten für die Starship-Schwerlast-Rakete verursacht wurde. Für Anleger wird die Aktie eine Wette auf zukünftiges Potenzial sein: bemannte Missionen zum Mars, Mondinfrastruktur und sogar weltraumbasierte Rechenzentren wurden alle als langfristige Anwendungsfälle ins Gespräch gebracht.

Operativ nimmt SpaceX bereits eine starke Marktposition ein. Es ist ein wichtiger Partner in US-Regierungsraumfahrtprogrammen und betreibt die Starlink-Konstellation, was ihm eine diversifizierte kommerzielle und staatliche Umsatzmischung verschafft, die die langfristige Geschichte trotz kurzfristiger Verluste stützt.

Wenn der Börsengang wie geplant stattfindet, würde Musk zwei der wertvollsten US-Unternehmen kontrollieren SpaceX und Tesla was Marktspekulationen über mögliche strategische Schritte oder sogar eine zukünftige Unternehmensausrichtung zwischen beiden auslöst, obwohl solche Spekulationen weiterhin Spekulation bleiben.

Für Anleger, die am Raumfahrtsektor teilnehmen möchten, ohne direkt SpaceX-Aktien zu kaufen, gehören Optionen diversifizierte Raumfahrt- oder Luft- und Raumfahrtindizes und ETFs oder selektive Einzelaktieninvestitionen, die in spezialisierten Aktienberichten hervorgehoben werden. Wie immer sind dies Anlagen mit starker Überzeugung und langfristigem Horizont und sind mit Ausführungs- und technologischen Risiken verbunden.

Der SpaceX-Börsengang steht unmittelbar bevor, und sein Ausgang wird Marktauswirkungen, Anlegerportfolios und Milliardärs-Rankings nach sich ziehen. Ob er Musk zum ersten Trillionär krönt, hängt von den endgültigen Aktienzuweisungen, der Kursentwicklung nach dem Börsengang und etwaigen späteren Verkäufen seiner Bestände ab, aber der Weg zu diesem Meilenstein hat sich eindeutig verengt.

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