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Gebrochene Versprechen : Burnham kritisiert, da die Energierechnungen erneut steigen werden

Mittwoch, 26. August 2026
3 Min. Lesezeit
Gebrochene Versprechen : Burnham kritisiert, da die Energierechnungen erneut steigen werden

Auf einen Blick

  • Ofgem wird die Preisobergrenze für Energie ab Oktober um 4 % anheben, auf eine durchschnittliche Rechnung von £1,723 pro Jahr.
  • Oppositionsparteien sagen, Labour habe die versprochenen Senkungen nicht geliefert; der politische Druck auf Premierminister Andy Burnham nimmt zu.
  • Cornwall Insight prognostiziert einen weiteren Anstieg um 9 % auf £1,872 ab Januar, wenn hohe Gaspreise anhalten.
  • Die Boston Consulting Group prognostiziert, dass die Energierechnungen bis 2035 ohne politische Änderungen um £264 steigen könnten.
  • Zu den Regierungsmaßnahmen gehören die Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom ab Oktober und die Entfernung von rund £150 an Kosten zu Beginn des Jahres; das Entfernen von Politikkosten aus Rechnungen wird erwogen.
  • Brent-Rohöl bleibt erhöht (etwa 85 $/Barrel diese Woche), gegenüber etwa 60 $/Barrel im Januar, was zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Energiekosten ausübt.

Steigende Rechnungen setzen Burnham unter Druck

Premierminister Andy Burnham sieht sich verstärkter Kritik über seinen Umgang mit der Lebenshaltungskostenkrise ausgesetzt, nachdem bestätigt wurde, dass die Preisobergrenze für Energie erneut steigen wird. Ofgem sagte, die Obergrenze werde ab Oktober um 4 % steigen und die durchschnittliche Haushaltsrechnung auf £1,723 pro Jahr bringen. Oppositionsvertreter beschuldigten Burnham, Labours Versprechen, die Energierechnungen zu senken, nicht einzulösen, wobei einige den Anstieg als Beweis für gebrochene Versprechen beschrieben.

Burnham räumte ein, dass die kommende Erhöhung für viele Haushalte schwierig sein werde und gab zu, dass sein Schritt, die Mehrwertsteuer auf Stromrechnungen zu streichen, nicht ausreichen werde, um steigende Preise zu stoppen. Wir wissen, dass die Preisobergrenze Auswirkungen haben wird, aber es ist das, was wir jetzt tun können, sagte er Reportern und fügte hinzu, dass die Regierung weiterhin nach langfristigen Wegen suchen werde, die Energiepreise zu senken.

Schattenminister griffen die Zahlen auf. Schattenenergieministerin Claire Coutinho sagte, Labour habe eine Senkung der Rechnungen um £300 versprochen, diese seien stattdessen jedoch um fast £400 gestiegen. Sie beschrieb den konservativen Plan für günstige Energie, der vorsieht, staatliche Steuern und Abgaben auf Rechnungen zu streichen, als eine Alternative, die die Kosten für Haushalte und Unternehmen senken würde, ohne den Steuerzahler zu belasten.

Schattenumweltministerin Victoria Atkins nannte die Erhöhung empörend und beschuldigte die Regierung, Versprechen gebrochen zu haben. Sie warnte, der Anstieg bedrohe gefährdete Haushalte, die auf Zahlungen wie die Winterheizbeihilfe angewiesen sind, um ihre Häuser zu heizen.

Ausblick und politische Optionen

Der Anstieg im Oktober folgt auf eine 13%ige Erhöhung der Preisobergrenze im Juli. Analysten warnten, der Herbstanstieg könnte ein Zeichen für Schlimmeres sein: Cornwall Insight hat einen weiteren Anstieg um 9 % auf £1,872 pro Jahr ab Januar prognostiziert, sollten die internationalen Gaspreise hoch bleiben. Die Boston Consulting Group prognostiziert, dass die Rechnungen bis 2035 um weitere £264 steigen könnten.

Beratungsunternehmen einschließlich BCG haben die Regierung dazu gedrängt, in Erwägung zu ziehen, Abgaben für erneuerbare Energien aus den Haushaltsrechnungen zu streichen und die Netzanbindungen für Rechenzentren auszubauen, um die Nachfrageflexibilität zu erhöhen und so dazu beizutragen, die Kosten zu senken. Energieministerin Miatta Fahnbulleh hat angedeutet, die Regierung könnte sogenannte Politikkosten aus den Rechnungen entfernen, und verwies auf bereits ergriffene Maßnahmen: die Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom ab Oktober und die Entfernung von rund £150 an Kosten zu Beginn des Jahres. Sie sagte, die Schritte seien dazu gedacht, Familien Luft zu verschaffen, während Ministerien weitere Schutzmaßnahmen für Haushalte suchen.

Die globalen Energiemärkte bleiben ein zusätzlicher Druckfaktor. Brent-Rohöl, der internationale Öl-Benchmark, stieg nach streikbedingten Ereignissen im Zusammenhang mit dem Iran auf bis zu 110 $ pro Barrel, hat sich diese Woche jedoch angesichts vorsichtiger Anzeichen einer Deeskalation auf rund 85 $ pro Barrel abgeschwächt. Dieses Niveau liegt immer noch deutlich über den etwa 60 $ pro Barrel im Januar und trägt zum Aufwärtsdruck auf die Energiepreise bei.

Für den Moment steht die Regierung vor einer politischen Prüfung: die Abwägung kurzfristiger Abmilderungsmaßnahmen, die sofortige Entlastung bieten, gegen längerfristige Eingriffe, um Energie erschwinglicher zu machen. Da die Rechnungen im Oktober wieder steigen werden und der Ausblick weiterhin unsicher ist, wird die Herausforderung der Lebenshaltungskosten voraussichtlich ein zentrales Schlachtfeld in der britischen Politik bleiben.

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