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Rohstoffe: Öl klettert aufgrund von Versorgungsängsten, während Metalle und weiche Rohstoffe sich stärken

Dienstag, 18. August 2026
3 Min. Lesezeit
Rohstoffe: Öl klettert aufgrund von Versorgungsängsten, während Metalle und weiche Rohstoffe sich stärken

Auf einen Blick

  • ICE Brent notierte über $91/bbl, da Öl für die dritte Sitzung in Folge zulegte, angetrieben von geopolitischen und Versorgungsweg-Bedenken.
  • Gold hielt sich über $4.400/oz, nachdem es sich von Juli-Tiefs nahe $3.900/oz erholt hatte, was Safe-Haven-Nachfrage widerspiegelt.
  • LME-Kupfer-Spreads deuten auf akute Spotknappheit hin: tom-next-Prämie ~ $75/t und Cash/3m ~ $545/t.
  • Der SepDec-Spread beim Kaffee erreichte eine Rekord-Backwardation von US¢27/lb für 2026-Kontrakte, da Händler Shorts vor dem Ablauf im September eindeckten.
  • Versorgungsprobleme (Risiken in der Straße von Hormus, Verzögerungen bei der brasilianischen Ernte, kolumbianische Logistik) und niedrige Börsenbestände sind zentrale Treiber in den Märkten.

Marktanalyse

Die Ölpreise setzten die Gewinne für die dritte aufeinanderfolgende Sitzung fort, da Händler auf steigende geopolitische Risiken und anhaltende Versorgungsbedenken reagierten. ICE Brent notierte über $91 pro Barrel und wurde durch erhöhte Spannungen im Nahen Osten gestützt, einschließlich erneuter Spannungen zwischen den USA und dem Iran und Sorgen über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die Marktausmerksamkeit richtete sich auch auf saudische Bemühungen, Exportwege zu diversifizieren, was eine breitere, sicherheitsgetriebene Neubewertung der globalen Rohölströme unterstreicht.

Edelmetalle legten neben dem Öl zu. Gold setzte einen jüngsten Anstieg fort und hielt sich über $4.400 pro Unze, nachdem es scharf von Juli-Tiefs um $3.900/oz zurückgeprallt war. Die Bewegung bei den Metallen spiegelt Safe-Haven-Nachfrage angesichts geopolitischer Unsicherheit und des weiteren Risk-Off-Umfelds wider, das die Rohstoffpreise anhebt.

Rohstoffe außerhalb von Energie und Gold zeigten ebenfalls bemerkbare Spannungen in physischen und kurzfristigen Märkten. Die Dynamik am Kupfermarkt an der LME wies auf akute Spotknappheit hin: Die tom-next-Prämie war auf etwa $75 pro Tonne gestiegen, während der Cash/3m-Spread sich auf rund $545/t ausweitete. Diese Spreads signalisieren Knappheit beim sofort verfügbaren Metall und spiegeln logistische und Lagerdruckfaktoren wider, die den Markt verknappen.

Kaffee-Futures erlebten eine besonders dramatische Bewegung in der Nahkurve. Der Spread SeptemberDezember weitete sich zu einer Rekord-Backwardation von US¢27 pro Pfund für 2026-Kontrakte aus, da Händler Shorts vor dem Ablauf im September eindeckten. Die Backwardation resultiert aus einer Kombination verspäteter brasilianischer Ernten, logistischer Störungen in Kolumbien und historisch niedriger Börsenbestände, obwohl der Markt weiterhin eine große brasilianische Ernte für die Saison 2026/27 erwartet.

Rohstoffübersicht und Treiber

Energie: Brent blieb über $91/bbl robust auf dem Rücken geopolitischer Risiken, Bedenken hinsichtlich Versorgungswegen im Golf und saudischer Exportumschichtungsbemühungen. Diese angebotsseitigen Sorgen sind die dominierende Geschichte, die die Rohölpreise im gesamten Komplex stützt.

Metalle: Steile tom-next- und Cash/3m-Prämien für Kupfer an der LME deuten auf eingeschränkte kurzfristige Verfügbarkeit und stärker als erwartete Nachfrage nach sofortigen Lieferungen hin. Das Wiederanstieg von Gold über $4.400/oz weist auf Safe-Haven-Ströme hin angesichts derselben geopolitischen und marktbedingten Druckfaktoren, die auch das Öl stützen.

Weiche Rohstoffe: Die Rekord-Nahfrist-Backwardation beim Kaffee unterstreicht unmittelbare physische Knappheit und Short-Eindeckung vor den Rollterminen der Kontrakte. Die Treiber Verzögerungen bei der brasilianischen Ernte, logistische Probleme in Kolumbien und niedrige Börsenbestände erklären, warum die kurzfristigen Preise die Erwartungen übertroffen haben, selbst bei einer größeren Ernteprognose für 2026/27.

Insgesamt zeigen diese Bewegungen einen Rohstoffkomplex, in dem angebotsseitige Risiken und logistische Engpässe zunehmend prominent sind. Händler bezahlen die kurzfristige Verfügbarkeit und Risikoaufschläge für Energie, Metalle und Softs neu und unterstützen damit eine breit angelegte Preisrallye.

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